Semmering-Sonnwendstein

Freitag, 2. Mai 2008, 09:30 Uhr
 | 
Verfasser: Reinhold

Am 5.5.2008 geht auch der mehrwöchige Parallelbetrieb auf der Sendeanlage auf dem Sonnwendstein zu Ende. Unter großem Zeitdruck konnte rechtzeitig die Anlage für DVB-T umgebaut werden (Antennenneubau, Sendegeräte, Niederspannungsversorgung), um die DVB-H Inbetriebnahme in Wien (Austragungsort der UEFA EURO 2008) Anfang Juni durch die "Media Broadcast" als DVB-H Lizenzinhaber zu ermöglichen. Der für Wien koordinierte Kanal 36 ist - oder besser war - am Sonnwendstein für ORF2-N in Betrieb und musste deshalb rechtzeitig unter Einhaltung aller Umstellungstermine und Vorgaben der Programmanbieter (Schriftinserts, etc.) abgeschaltet werden.

Vom Standort Semmering-Sonnwendstein werden zwei unterschiedlcihe MUX A abgestrahlt. Eine neue vertikal polarisierte Antenne versorgt das obere Mürztal am Kanal 41 (MUX STB). Das NÖ Versorgungsgebiet (MUX BN) wird Richtung Rax und Bucklige Welt mit horizontaler Polarisation abgestrahlt, zusätzlich wird die Senderichtung Steinfeld (Gloggnitz, Neunkirchen) mittels einer eigenen Antenne in vertikaler Polarisation versorgt. Diese etwas "eigenwillige" Realisierung war auf Grund von internationaler Vorgaben und Beschränkungen der Nachbarländer erforderlich.

 

DVB-Sendeantenne im GFK-Zylinder an der Mastspitze; im Bildvordergrund ist auch ein Teil der Analogantenne zu sehen, die in den nächsten Wochen in einer zweiten Umbauphase auf die DVB-T Antennenkonfiguration umgebaut wird.

Semmering-Sonnwendstein für Niederösterreich:
MUX A: ORF1, ORF2-Burgenland, ORF2-Niederösterreich und ATV
Kanal 52, Polarisation Vertikal und Horizontal

Semmering-Sonnwendstein für die Steiermark:
MUX A: ORF1, ORF2-Steiermark, ORF2-Burgenland und ATV
Kanal 41, Polarisation Vertikal

Die unterschiedlichen Polarisationen sind für einen einwandfreien Empfang unbedingt bei den Empfangsantennen zu berücksichtigen! Uns erreichen oft Anfragen über Empfangsschwierigkeiten in den Versorgungsgebieten, die in vielen Fällen auf eine falsche Polarisation der bestehenden Dachantennen zurückzuführen sind.