Projekt Masttausch Freinberg

Dienstag, 3. Juni 2008, 01:12 Uhr
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Verfasser: Peter

Hier ein Bericht über den aktuellen Stand des Masttausches am Sender Freinberg (Linz) von unserem Kollegen Heimo:

 

Das Projekt Masttausch Freinberg schreitet voran. In den letzten Wochen setzten die Kletterer der Firma Marischka die ORF Antennen um ca. 20 Meter nach unten und entfernten händisch die Mastspitze, indem sie Strebe für Strebe den Mast abtrugen. Die Stahlteile wurden mit der Flex zerschnitten, teilweise konnten auch die Verschraubungen gelöst werden, per Materialseilbahn wurden die Streben dann nach unten gebracht. Die Masthöhe beträgt nun 128 Meter.

 

Dieser händische Rückbau erfolgte aus 2 Gründen: Einerseits kann beim Mastneubau auf den 500 Tonnen Kran zurückgegriffen werden, der bis in eine Höhe von 130 Meter Lasten heben kann (notwendig für den Abbau) zweitens kann - wenn der neue Mast errichtet ist – sofort auf die neue Antennenanlage umgestiegen werden, ohne daß der vor dem neuen Mast stehende alte Sendemast störend wirkt. Eine Hubschraubermontage und -demontage ist somit nicht notwendig. Das erspart neben Kosten auch die Einbringung schwieriger Überfluggenehigungen (bewohntes Gebiet).

Das Blitzschutzkonzept arbeiteten wir gemeinsam mit der TU Graz (Prof. Dr. Pack) aus, welches mittlerweile umgesetzt wurde. Damit verfügt die neue Sendeanlage über ein hochmodernes, in V4A ausgeführtes Blitzschutzkonzept (Realisierung durch die Firma Kransteiner).

Derzeit baut die Firma Alpine Energie die Fundamente, dazu wurde bis auf den Fels abgegraben und die Fundamentfläche mit einer Beton-Sauberkeitsschicht versehen. Die Firma GPS setzt nun die GEWI Anker, welche doppelt korrosionsgeschützt ausgeführt wurden und treibt dazu einen massiven Bohrer 10 Meter tief in den Fels.

 

Nachdem der Bewehrungskorb aus Stahl „geflochten“ wird, kann man mit dem Betonieren des Fundaments beginnen.

Die Baustelle liegt im Zeitplan, sollte uns das Wetter weiter gewogen bleiben, so steht dem Masttausch im Juli nichts im Wege.