Masttausch Trofaiach

Dienstag, 30. Oktober 2012, 11:44 Uhr
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Verfasser: Reinhold

In den letzten beiden Wochen wurde der altersbedingt zu erneuernde Betonmast in St. Peter/Freienstein (Anlagenname: Trofaiach Kulm) gegen einen neuen, 35 m hohen Betonmast getauscht.

 

Infolge des geringen Platzes auf der Baustelle stellte dieser Bau eine logistische Herausforderung dar, mußte doch – wie bei jedem unsere Mastersatzprojekte – sichergestellt sein, dass die alte Anlage die Ausstrahlung der Programme ohne Qualitätseinbuße gewährleistet. Dass neben dem Masttausch auch ein Hüttentausch notwendig war, verkomplizierte die Aufgabenstellung.

 

Gemeinsam mit den Fachfirmen wurde ein Konzept erarbeitet, welches die Installation eines Ersatzcontainers vorsah, in dem sämtliches Sendeequipment übersiedelt wurde. Danach konnte die alte Sendeunterkunft abgerissen werden,  natürlich immer mit Fokus auf die Nichtbeschädigung von Erdungsleitern, Stromleitungen u.ä. Einbauten, da an Stelle des alten Hüttenfundaments das neue Mastfundament geplant wurde.

 

Diese Arbeiten übernahm eine Baufirma und betonierte mithilfe etlicher Tonnen Stahl das Korbfundament für den Mast.

 

###IMAGE1###Das fertiggestellte Köcherfundament für den neuen Mast

 

Als nächstes mußte für den 200 t Kran ein geeigneter Aufstellplatz geschaffen, planiert und aufgeschüttet werden. Um diesen Kran und dann auch den 40 t schweren Mast über die Forststraße zu bewegen, mußten wir auch den Weg dementsprechend präparieren, damit dieser den Lasten standhalten kann.

Den Container lieferte unser Generalunternehmer vor der Mastmontage und stellte ihn auf den mit neuen Streifenfundamenten vorbereiteten Platz vor dem zukünftigen Mast.

Der Mast wurde mit einem Spezialraupenfahrzeug hochtransportiert, das nahm etwa einen halben Tag in Anspruch.

 

###IMAGE2###Antransport der beiden Mastbetonteile

 

Der Schleuderbetonmast wurde in 2 Schüssen angeliefert, dies erleichterte die Arbeit beim Maststellen erheblich. Zudem ergaben die vormontierten C-Schienen, Söllleiter, Halterungen und Antennen eine weitere Erleichterung der Montagearbeiten und eine Minimierung des Risikos für die Monteure.

Nur einen Tag dauerte das Aufstellen des Mastes, der Kran benötigte lediglich 3 Hübe, um die beiden Mastschüsse und das 5 m Aufsatzrohr mit den DVB-T Antennen in Position zu bringen. Danach machten sich die Monteure sofort an die Arbeit, um die Antennenverkabelung durchzuführen.  Dies geschah durch gute Vorbereitung  in Windeseile, die ORS Mitarbeiter maßen die Kabel und Antennen ein und letzten Donnerstag erfolgte dann der Umstieg auf den neuen Mast mit nur einer kurzen Unterbrechung des Programms.

Nächste Woche siedeln noch die Co-Locationbetreiber mit ihren Antennen auf den neuen Mast, danach kann man den alten Mast mit Spezialwerkzeug in kleine Teile zerschneiden und entfernen.

Nach dem Rückbau des Kranplatzes und der Rekultivierung ist das Projekt erfolgreich abgeschlossen.

 

###IMAGE3###Ansicht vom Alt- und Neubestand - im Nebel bei der Inbetriebnahme

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