DVB-T/H Zubringung durch ORS-eigenen Richtfunk

Mittwoch, 17. September 2008, 02:43 Uhr
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Verfasser: Peter

Hier ein Bericht von unserem Kollegen Franz, welcher gemeinsam mit Alexander die Richtfunk-Strecken plant und errichtet.

2007 läutete die ORS durch die Entscheidung eigenen Richtfunk für die Zubringung von DVB-T- und H-Programmen einzusetzen, eine neue Ära ein.

 

Die in analogen Sendernetzen übliche Programmzuführung durch Ballempfang ist in der digitalen Welt, wegen der Ausbildung großer Versorgungsflächen als „Gleichwellennetz“ (SFN), nicht immer möglich. Der Einsatz von Gleichwellenumsetzern, sogenannten „Gapfiller“, ist nur unter bestimmten technischen Voraussetzungen machbar, die nicht immer geschaffen werden können. Da springt der Richtfunk als Zubringer-Transportmittel ein.

 

Dem ersten Projekt eine solche Verbindung zu realisieren, ging eine, ein halbes Jahr dauernde Evaluierungsphase voraus, in der das wirtschaftlichste und zugleich zukunftssicherste Übertragungssystem gefunden werden musste. Das Ergebnis war eindeutig die IP-Übertragungstechnik, die sich für diese spezielle Anwendung als flexibelste und kostengünstigste erwies. So enstand im Juni 2007 die erste Linkstrecke von der SA Salzburg - Gaisberg zur SA Bad Ischl – Katrin.

 

In der Folge wurden bisher 10 weitere Anlagen in Betrieb genommen. Der weitere Ausbau befindet sich in vollem Gange.

Die Technik im Überblick
IP-basierte Übertragung im 8GHz-Band, Vollduplex, mit Spiegelgrößen von 60, 120 und seltener 180cm Durchmesser. Ausführung in „Hot Standby“, wobei die wichtigsten Bauteile doppelt vorhanden sind. Die Sendeleistungen betragen ca. 23dBm ( entsprechend 200mW ).
Die derzeit genutzte Bandbreite von 40xE1 ( ca. 80Mbps ) kann 3 DVB-T Transportströme und einen DVB-H TS, sowie einige LAN-Verbindungen zum Streckenmanagement aufnehmen.

 

 

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