Deutscher DAB+ Block 5C am Pfänder

Freitag, 10.05.2019, 12:33 Uhr | Verfasser: Reinhold

Seit 7. Mai 2019 ist ergänzend zu den bisherigen DAB+ Blöcken aus Deutschland und der Schweiz nun der Kanal 5C der Media Broadcast mit dem deutschen bundesweiten DAB+ Programmangebot am ORS-Standort Bregenz 1-Pfänder in Betrieb genommen worden.

Gesendet wird über die 2012 errichtete Rundstrahlantenne (siehe Blog von damals), über die bisher bereits 5 Kanäle gesendet wurden. Der Block 9B der SMC sendet koordinierungstechnisch von einer eigenständigen Richtantenne.

Media Broadcast 5C: 2,0 kW ERP

Pressemitteilung der Media Broadcast: https://www.media-broadcast.com/pm-dab-pfaender-mai2019/

 

Am 28. Mai 2019 erfolgt dann die Aufschaltung vom österreichischen MUX I am Kanal 5B!

Als eifriger Leser hier und Enthusiast kann ich nur sagen: Bitte richtet eure Wünsche und euren Ärger an die jeweiligen Programmanbieter, denn dies ist ein Blog für technische Neuigkeiten. DAB+ ist viel zu schade, um es nur aus einem einzigen Grund zu verteufeln, nur weil der Radiosender, den man hören möchte, nicht bei DAB+ mitmacht.

Andreas M., am 31.05.2019, 10:13 Uhr

Vor allem wenn man meint man müsse wegen dem Schutz vor Raubkopien des wertvollen HD-Contents insbesondere bei Formel 1, Bundesliga, Hollywood usw. machen muss und ORF1 vor allem nicht München erreichen sollte: Warum ist dann ausgerechnet ORF1 zusätzlich in niedriger Auflösung frei??? Wenn das Hauptproblem angeblich ORF1 ist, dann soll der ORF meinetwegen auch ORF1 via DVB-T2 verschlüsseln, aber zugunsten der Grundversorgung ORF2, ORF III, ORFSport+ FTA lassen...

Hansi, am 29.05.2019, 08:58 Uhr

Ich finde es für Österreich unwürdig, dass ich als GIS-Zahler die ORF-Programme nur verschlüsselt empfangen kann und zusätzlich zur GIS-Gebühr noch alle paar Jahre für die Verschlüsselung extra Kohle abdrücken muss. Das ist in meinen Augen ein verstecktes Körberlgeld für den ORF. Weiter ist es für den Otto Normalverbraucher unverständlich, dass die ORF-Radioprogramme nicht über DAB+ zu empfangen sind. Via UKW kann ich die ORF-Radios, hier im WIenerwald, nur in relativ schlechter Qualität empfangen. DAB+ funktioniert hier glasklar.

Hartmut Schulla, am 28.05.2019, 09:49 Uhr

@Hansi Genau so ist es. Und ab dem vierten Quartal wird auch endlich einmal der deutsche Bundesmux auf Block 5 C auf den Untersberg aufgeschaltet. Dann höre ich den Deutschlandfunk und sehr gute Interviews. Ja die dortigen Journalisten verstehen, anders als jene vom ORF, ihr Handwerk. :-)

salzburger83, am 26.05.2019, 07:18 Uhr

Der ORF ist eine Frechheit! In Südtirol ist ORF in HD via DVB-T frei empfangbar und der ORF Hörfunk wird dort via DAB+ ausgestrahlt. In Österreich gucken wir ohne KompliziertiTV Modul/Receiver sprichwörtlich in die Röhre. DAB+: Wenn wir die Länder rundherum anschauen: DAB+ wird durch die öffentlich-rechtlichen Anstalten ausgebaut, die kleinen Programme setzen auf UKW. In Österreich ist es umgekehrt: dank einer Initiative kleiner Programme bekommen wir überhaupt erst DAB+. ORF - so einen Rundfunk brauche ich nicht. Zum Glück empfange ich in Salzburg bestes bayerisches DAB+ und unverschlüsseltes bayerisches DVB-T2 vom Untersberg. Da kann ich auf das Signal vom Gaisberg verzichten!

Hansi, am 24.05.2019, 09:12 Uhr

Ich finde es unverschämt vom ORF, dass ich als GIS Zahler den ORF nicht auf DAB+ empfangen kann, aber dafür zahlreiche Privatradios, die nicht von der GIS profitieren. Als GIS Zahler habe ich ein Recht darauf, das der ORF immer die neueste Technik verwendet, also auch auf DAB+ ausstrahlt. Wenn ein kleiner Privatradio nur auf UKW senden kann, würde man das ja verstehen.

Roland Bergmann, am 23.05.2019, 13:00 Uhr

Nun kommt endlich - wenn auch langsam - DAB+ in Österreich in Fahrt. Vielleicht beim Sender Jauerling doch schon früher als 2020? Leider ist ORF und Krone nicht dabei, aber sicher wird sich dies einmal ändern. In CH ist DAB+ schon sehr stark verbreitet und es dient sogar (wie für deutsche Plattformen) der ORS-Mast am Pfänder zur Einstrahlung in nicht erfasste Gebiete dazu. Eine UKW-Abschaltung ist in der Schweiz in einigen Jahren geplant (Norwegen tat dies bereits Ende 2017). Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass das terrestrische DVB-T-Signal in der Schweiz in 3 Wochen aus Einsparungsgründen komplett abgeschaltet wird (auch als "Untermieter" am Pfänder), da zuletzt nur noch ganz wenige Konsumenten (2 %?) diesen Verbreitungsweg benützen. Kabel, Telefon- oder Sat-Anschluss werden dafür stark verwendet und der Rest wird sich eben umstellen müssen.

Gerhard, am 17.05.2019, 19:53 Uhr

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Reinhold

Ich bin seit 2000 im Bereich "Frequenz- und Versorgungsplanung, Antennensysteme" beschäftigt und leite den Bereich Terrestrische Netze bei der ORS. Der Aufgabenschwerpunkt liegt im Moment hauptsächlich in der Implementierung von DVB-T2 in Österreich. Als Ausgleich verbringe ich die Freizeit mit...