DAB+

DIE NEUE ÖKONOMIE DES RADIOS

Mit DAB+ (Digital Audio Broadcast) können bis zu 16 Programme pro Multiplex übertragen werden. Die Radiolandschaft wird künftig durch die gesteigerte Programmvielfalt deutlich an Attraktivität gewinnen.

 

Der Mehrwert von DAB+ ist vor allem die Programmvielfalt, aber auch die technische Innovation der Bereiche Automotive, E-Commerce und Interaktivität.

In Ländern wie Deutschland, Schweiz und Australien überzeugt DAB+ mit seiner komfortablen Programm-Navigation, mit zeitversetztem Hören digitaler Aufnahmen, mit rauschfreier, glasklarer Audioqualität und mit hervorragendem mobilen Empfang.

Umfangreiche Multimedia-Dienste für die Übertragung programmbegleitender Zusatzinformationen wie Titel und Interpret oder Wetter, die einfache Bereitstellung von präzisen Telematikinformationen für Verkehrsleitsysteme, für den Bahn- und Flugverkehr, für Parkrauminformationen sowie die sukzessive weitere Integration von Internet-Inhalten werden das Radio mit DAB+ in eine neue Ära führen.

 

Pilotbetrieb im Großraum Wien

15 Radioprogramme sind seit Mitte Mai 2015 im Großraum Wien im Rahmen eines Digitalradio-Pilotbetriebs empfangbar! Neben bekannten UKW-Radioveranstaltern wie Arabella, NRJ oder Lounge FM gibt es nun eine ganze Reihe völlig neuer Anbieter, die ab sofort über den Digital-Standard DAB+ gesendet werden.

Der Digitalradio-Pilotbetrieb in Wien, der bis zu 2,1 Millionen Menschen erreicht, läuft vorerst vom 28. Mai 2015 bis 31. März 2016. Danach ist eine Verlängerung des Tests möglich. Spätestens ab 2018 soll Digitalradio österreichweit im Regelbetrieb laufen. Zehn Prozent der Radios in Österreich sind derzeit DAB-fähig, im Vorjahr wurden etwa 80.000 Geräte verkauft.


Langfristiger Simulcast

Das mittlerweile 91-jährige Radio soll gegenüber neuen Online-Audio-Diensten schon wettbewerbsfähig gehalten werden. Eine zeitnahe UKW-Abschaltung, wie sie etwa in den reichsten Ländern Europas, Norwegen und der Schweiz, zur Umsetzung kommen soll, ist für den österreichischen Markt nicht vorgesehen. Schließlich stellen die geschätzten 15 Millionen UKW- Empfangsgeräte in Österreichs Haushalten ein zentrales Asset dar. Der Umstieg auf Digitalradio sollte daher ausschließlich nutzergetrieben erfolgen, was einen langfristigen Simulcast erwarten lässt.