Referenzprojekte
AustriaSat / HD Austria
Die M7 Group in Österreich
Die luxemburgische M7 Group, insbesondere in den Benelux-Staaten bereits mit digitalen Satelliten-TV-Angeboten am Markt vertreten (z. B. Canal Digitaal in den Niederlanden oder TV Vlaanderen und TéléSAT in Belgien), ist seit 26. Oktober 2010 auch in Österreich vertreten.
Unter der Dachmarke AustriaSat wurde zunächst ein kostengünstiges Pay-TV-Paket aus 16 Sendern gelauncht, mit dem man auf Anhieb 1,8 Millionen österreichische Satelliten-Fernsehaushalte erreichen konnte.
Die ORS sorgt als Partner für Sendetechnik und Smartcard-Management für die Bereitstellung der Satelliten-Plattform sowie die Freischaltung auf der ORF-DIGITAL-SAT-Karte. Über diese erfolgt die Registrierung sowie die Decodierung beim Zuseher.
Der große Vorteil dieses für Österreich neuartigen, weil ohne vertragliche Bindung möglichen Angebots besteht in erster Linie im einfachen Zugang – ohne zusätzliche Hardware oder Umrüstung der Satelliten-Anlage bzw. ohne Notwendigkeit eines neuen SAT-Receivers. Das Programm von AustriaSat ist in SD-Qualität zu sehen.
Reibungsloser Start von HD Austria mit Unterstützung der ORS
Knapp ein Jahr später im September 2011 startete AustriaSat auch Programme in HD-Qualität: Angelehnt an die deutsche Plattform HD+, auf der unter anderem die Sender der RTL- und ProSiebenSat.1-Gruppe ihre Inhalte in HDTV-Qualität verbreiten, ging die M7 Group mit HD Austria an den Start.
Auch dieses Angebot ist an alle österreichischen Satelliten-Haushalte gerichtet, jedoch mit höheren Anforderungen in Bezug auf Verschlüsselung und notwendige Empfangs-Hardware – nur HD Austria-fähige und zertifizierte Endgeräte.
In ihrer Verantwortung für die technischen Dienstleistungen und den sicheren Betrieb der Plattform sorgte die ORS für die entsprechenden Voraussetzungen: Anders als beim SD-Angebot, wo sowohl das 2014 auslaufende Cryptoworks als auch Irdeto zur Verschlüsselung eingesetzt werden, funktioniert HD Austria ausschließlich via Irdeto und entsprechender ORF DIGITAL-SAT-Karte (sogenannte ICE-Karte). Ist in einem Empfangsgerät ein solches Decodierungssystem nicht integriert, kann alternativ auf ein geeignetes CA-Modul zurückgegriffen werden.
Auch hier wurde der höheren Sicherheit Rechnung getragen, indem statt eines herkömmlichen Common Interface-Schachts der Nachfolgestandard CI+ zur Pflichtausstattung gehört. Dies ist zugleich ein wesentlicher Bestandteil des Digital Rights Management-Systems (DRM). Als ergänzende Maßnahme wurde das „Pairen“ von Hardware und ORF DIGITAL-SAT-Karte eingeführt: Jede Smartcard lässt sich mit maximal drei Geräten (SAT-Receiver oder CA-Modul) via Chip-ID und Kartennummer "verheiraten".
Reibungsloser Start von HD Austria
Um den reibungslosen Start von HD Austria garantieren zu können, ging diesem zum einen ein zweimonatiger Testbetrieb voraus, zum anderen setzte die ORS auf die seit Jahren bewährte Überprüfung der Receiver und CA-Module.
Nur bei einem positiven Ergebnis dieser so genannten TÜV-Zertifizierung, die in Kooperation mit dem unabhängigen Prüfinstitut TÜV Austria abgewickelt wird, dürfen Endgeräte zusammen mit einer
ORF DIGITAL-SAT-Karte in den Handel gebracht werden. Dies gibt allen Seiten Sicherheit: dem Hersteller, dass seine Geräte einwandfrei funktionieren, dem Content-Anbieter, dass seine Programme nur von berechtigten Kunden gesehen werden können, und dem Konsumenten, dass er ohne Probleme das Fernsehen genießen kann.


